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Netzwerk ''Selbst Aktiv'' - Menschen mit Behinderung in der SPD
(openPR) - Die Deutsche Bahn AG (DB) hält Mitbewerber vom Schienenpersonennahverkehr (SPNV) fern und Konflikte entstehen oft nicht, weil viele dieser Mitbewerber den Konflikt mit der Bahn scheuen. Auch die Investitionspolitik in Netz und Service ist allein auf die Interessen des Konzerns ausgerichtet. Damit nicht genug, denn DB Station & Service (DB Station) ändert derzeit die so genannten Stationspreise (Preis für bahnhofsgebundene Dienstleistungen), diesmal mit dem Ziel der Vereinheitlichung. Zwar scheint das Ziel plausibel, doch bleibt ein fader Beigeschmack, wenn viele der rund 5.400 Stationen (Bahnhöfe) Preiserhöhungen in zweistelliger Prozenthöhe verkraften müssen.
Diese Mehrerlöse fließen ausschließlich in die Kassen der DB, zahlen müssen wir alle und Leidtragende sind in erster Linie Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen, die mehr als alle anderen auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angewiesen sind. Beispiele gibt es zuhauf, wie Nachrichtenagenturen, Presse und Reisende aus Thüringen, Sachsen-Anhalt, Bayern und Nordrhein-Westfalen berichten (z. B. Kobinet vom 22.11.2006 oder Thüringische Landeszeitung vom 23.11.2006).
Das Netzwerk “Selbst Aktiv“ hat durch verdeckte Recherchen innerhalb der Bahn erfahren, das zweifelhafte Zahlen die Grundlage für die neu kalkulierten Stationspreise (interner Preis für Bahnhofsdienstleistungen zwischen DB und DB Station) sind. Diese Zahlen sind von der Bundesnetzagentur bereits abgelehnt (wie auch die Bahnhofsbenutzungsbedingungen, die teilweise Knebelcharakter haben).
Man darf gespannt sein, welche neuen Zahlen die Bahn jetzt kalkulieren wird und ob damit eine Anpassung der heute publizierten DB-Preiserhöhungen verbunden sein wird. Dubios jedoch ist die Stationspreiserhöhung, die natürlich ihrerseits Auswirkungen auf die Preise der Bahn hat, aber erst zum 01. April 2007 wirksam wird. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer und die „kalkulationsbedingte Erhöhung“ der Fahrpreise zum Jahreswechsel lassen also eine überproportionale Erlössteigerung bei der Bahn entstehen.
Solche Erhöhungen benachteiligen deutlich die Reisenden mit Behinderungen und es stellt sich die Frage, ob die jeweils 100 prozentigen Beteiligen der DB an DB Station wie auch an DB Service nicht gut kaschierte „Wechselgeschäfte“ zu Gunsten der Deutschen Bahn AG sind. Synergiebildungen bei Fusionen sind oftmals Argumentationen der Top-Manager, um den Share-Holder-Value zu steigern oder einen Börsengang – wie auch bei der Bahn – so erfolgreich wie möglich zu beeinflussen.
Das Netzwerk „Selbst Aktiv“ fordert den Vorstand der Deutschen Bahn AG und ihre Töchter DB Dienstleistungen und DB Station & Service auf, klare und verständliche Kalkulationen für die Stationspreise zu entwickeln und für die Bahnhofsbenutzung klare und verständliche Bedingungen zu formulieren. Ebenso fordern wir die Bahn auf, rückwirkende Zahlungen aus erlösten Umsätzen kleiner und mittlerer Dienstleister des Bahnhofsumfeldes zu unterlassen.
Die zentrale Forderung an die Deutsche Bahn AG ist jedoch, ein zeitgemäßes, modernes und den gesetzlichen Anforderungen entsprechendes Mobilitätskonzept zu schaffen und in Kraft zu setzen. Eine entsprechende Zusage wurde dem Netzwerk „Selbst Aktiv“ per Fax am 09. November 2006 gegeben. Dazu reicht es nicht aus, nur eine Verbesserung der Zeiten anzukündigen, zu denen Servicemitarbeiter an den Bahnhöfen Präsenz zeigen müssen. Viel wichtiger ist die Leistungsverbesserung durch die Deutsche Bahn und ihre Mitarbeiter auch in den Zügen. Nur ein Beispiel ist der serviceorientierte Einsatz von Bahnbegleitpersonal, wie er schon heute Standard in der Schweiz, in Österreich und in Frankreich ist. Übrigens: Dieser Service ist dort auch von deutschem Bahnbegleitpersonal im grenzüberschreitenden Verkehr zu erbringen. Immer!! Warum nicht bei uns in Deutschland?
Mehr dazu auf der Seite www.selbstaktiv.spd-barsinghausen.de oder zusätzlich unter
www.documents.ausstellungen.org/html/db_mobilitat.html oder ĂĽber Dr. Lothar RĂĽcker (Telefon: 0171-4541699)
Netzwerk "Selbst Aktiv" - Menschen mit Behinderungen in der SPD
Dr. Lothar RĂĽcker
30890 Barsinghausen
Telefax: 05105-778650
Mobile: 0171-4541699
Website: www.selbstaktiv.spd-barsinghausen.de
Das Netzwerk "Selbst Aktiv" ist in der Fläche örtlich organisiert und steht allen Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen, also nicht nur den Mitgliedern der SPD, offen.
Dieser Artikel wurde veröffentlicht auf OpenPR
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